Selbstuntersuchung und professionelles Hautkrebsscreening

Hautkrebs erkennen

Früh erkannt, Gefahr gebannt. Je eher Hautkrebs erkannt und behandelt wird, desto günstiger die Aussicht auf Heilung und desto höher die Chance, wieder ganz gesund zu werden. Um eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen, ist es entscheidend, die Anzeichen für Hautkrebs zu (er)kennen.

Ihr persönliches Hautkrebsrisiko

Jeder Mensch sollte mit der Oberfläche der eigenen Haut vertraut sein und sie regelmäßig selbst untersuchen. Haben Sie ein erhöhtes Hautkrebsrisiko? Dann jeden Monat selbst kontrollieren, zusätzlich zum regelmäßigen Hautkrebsscreening bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt.

Hautkrebs geht nicht weg, wenn er ignoriert wird! Im fortgeschrittenen Stadium kann er aufwendige Operationen, Komplikationen und im Falle eines malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs / hochgradig bösartiger Tumor) auch den Tod zur Folge haben.

Wenn einer oder mehrere der folgenden Faktoren auf Sie zutrifft, ist Achtsamkeit geboten:

Sie haben eine helle Haut.

Sie entwickeln rasch einen Sonnenbrand.

Sie hatten in Kindheit und Jugend Sonnenbrände.

Sie halten sich beruflich oder in der Freizeit häufig im Freien auf.

Sie nehmen in der Ferienzeit Sonnenbäder.

Sie besuchen Solarien.

Sie haben mehr als 50 Muttermale.

Hautkrebs ist bereits in der Familie aufgetreten.

Sie sind älter als 50 Jahre.

Sie haben eine Organtransplantation hinter sich.

Achten Sie auf diese Warnzeichen

Einmal im Monat selbst untersuchen: Bei zwei oder mehr von diesen Warnzeichen suchen Sie sofort eine hautärztliche Praxis auf.

Veränderung

Größe, Form oder Farbe der Haut verändert sich an bestimmten Stellen.

Auffällig

Stellen erscheinen anders als der Rest.

Unsymmetrisch

Stellen sind nicht symmetrisch oder haben unregelmäßige Ränder.

Fühlbar anders

Bereiche fühlen sich rau oder schuppig an – besser zu ertasten als zu sehen.

Färbung

Stellen sind verschiedenfarbig.

Reaktion

Stellen jucken, bluten oder nässen.

Perlmuttfarben

Bereiche erscheinen perlmuttfarben.

Verheilt nicht

Stellen sehen aus wie eine Wunde, verheilen aber nicht.

Selbstcheck

Wie und wo suchen?

So untersuchen Sie einmal monatlich Ihre Haut auf verdächtige Veränderungen. Ihr Selbstcheck sollte die Vorder- und Rück­seite ­Ihres Körpers erfassen und besonders die der Sonne aus­gesetzten ­Stellen beachten.

Betrachten Sie Ihr Gesicht, die Nase, den Mund und beidsei­tig – von vorne und hinten – die Ohren.

Benutzen Sie einen Kamm, um Ihre Kopfhaut zu überprüfen. Achten Sie darauf, auch den rückwärtigen Teil der Kopfhaut sorgfältig zu suchen, am Hinterkopf am besten mit Unterstützung eines Ihnen nahestehenden Menschen.

Überprüfen Sie Vorder- und Rückseite Ihrer Hände, ach­­ten Sie auch auf die Fingerzwischenräume und die Nägel.

Betrachten Sie dann den Brustkorb und den Oberkör­per. Besonders Frauen sollten auch die Haut zwischen und unter der Brust  nicht vergessen.

Beugen Sie die Ellenbogen und inspizieren Sie die Oberarme und die Achselhöhlen.

Nutzen Sie einen Handspiegel, um auch den Nacken und die Körperrückseite des Ober- und Unterkörpers zu überprüfen.

Betrachten Sie auch die Poba­cken, die Rückseite der Beine, die Fußsohlen und die Fußnägel.

Persönliches Risiko minimieren

Kassenleistung Hautkrebsfrüherkennung

Ab einem Alter von 35 Jahren steht allen gesetzlich Versicherten alle zwei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs (Hautkrebsscreening) zu.

Manche Krankenkassen übernehmen die Früherkennungsuntersuchung auch bei jüngeren Versicherten oder in kürzeren Abständen. Lassen Sie sich dazu am besten in ihrer Arztpraxis oder bei Ihrer Krankenkasse beraten. Alle wichtigen Informationen zum Hautkrebsscreening und was Sie dort erwartet finden Sie auf dem Infoportal Hautkrebs für Betroffene, Angehörige und Interessierte.